Meine kleinen Aufzeichnungen

20 Februar 2005

Bücher

Heute ist Sonntag. Das bedeutet für mich Freizeit. Das wiederum bedeutet für mich: Zeit zum Lesen. Hier ist eine kurze Liste einiger Bücher, die ich vor kurzer Zeit gelesen habe und die ich weiterempfehle:
Es gibt einige Bücher, die mir über längere Zeit in Erinnerung geblieben sind. Manche habe ich mehrmals gelesen, andere werde ich in Zukunft wieder lesen:
  • Jules Verne, Die Reise zum Mittelpunkt der Erde
    Dieses Buch habe ich als Kind gelesen,während ich krank im Bett lag. Wenn ich mich richtig erinnere, war es das erste Buch, das mich fesselte und das ich nahezu in einem Zug durchgelesen habe.
  • Andrea De Carlo: Techniken der Verführung
    Ist nicht - wie vielleicht der Titel vermuten lasen könnte - ein Sachbuch, sondern ein Roman eines meiner italienischen Lieblingsautoren.
  • Douglas Hofstadter: Gödel, Escher, Bach
    Ein geniales Werk, in dem der Autor in einer innovativen Art erklärt, was u.a. Musik, Biologie, Informatik, Mathematik, Sprache, der menschliche Geist miteinander verbindet. Hofstadter bekam dafür übrigens den Pulitzer-Preis, wenn ich mich recht erinnere.

Das ist nur ein winziger Ausschnitt. Aber ich habe nicht mehr Zeit. Es gibt sicher eine Fortsetzung.


17 Februar 2005

Podcasting

Podcasting bezeichnet eine relativ neue Form der Verbreitung von - sagen wir mal - "Hörfunksendungen" über das Medium Internet. Ich bin das erste Mal damit in Kontakt gekommen, als ich die Internatioradioshow ".NET Rocks" hörte, die mich gleich auch schon süchtig machte. Wöchentlich unterhalten sich Softwareentwickler mit einem Experten und zeichnen das Ganze im MP3-Format auf. Es ist zugleich interessant und intelligent witzig. Interessant dabei ist auch, dass die Teilnehmer örtlich verteilt sind, z.B. sitzt Carl, der Host der Sendung in Connecticut, während Richard, der Co-Host aus Kanada zugeschalten ist. Die Gäste sind meist via Telefonleitung eingebunden.

Ich höre die Sendung im Auto, da ich täglich länger unterwegs sein muss. Nach einer gewissen Zeit hat man das Gefühl, "dort" Freunde zu haben, allerdings ist die Sachte ziemlich einseitig, wie man sich denken kann.


13 Februar 2005

Wie funktioniert die Welt im Innersten?

Eine Frage, die mich (und wahrscheinlich Millionen andere) seit Jahren beschäftigt ist, wie die Welt (oder das Universum, das Leben, die Realität...) funktioniert. Die Beschreibung der physikalischen Voraussetzungen ist für mich ja noch lange keine Erklärung, die mich im Geringsten befriedigen könnte. Das heißt nicht, dass mich die Physik nicht interessiert - im Gegenteil.
Was mich persönlich angeht, gibt es eine interessante Parallele zwischen den sogenannten Paradigmenwechseln in der Geschichte der Physik (von einer rein mechanistischen Anschauung über eine relativistische zur Sicht der Quantenphysik) und meiner Betrachten und Vorstellungen über das Universum.
Ich wünsche mir, dass neue, spannende und herausfordernde (deshalb wahrscheinlich angefeindete) Ideen in die Welt der Wissenschaften eintreten und dort diskutiert werden. Ich frage mich, warum z. B. Konzepte, die augenscheinlich funktionieren, noch so heftigst bekämpft werden. Zum Beispiel die Homöopathie. Früher dachte ich selbst an Humbug etc. Aber wenn man sich wirklich (ich meine ehrlich, vom Nullpunkt aus startend) mit der Materie beschäftigt und vielleicht auch selbst etwas experimentiert, dann stellt man sehr schnell fest, dass da was dran ist. Da die derzeitige Schulmeinung das nicht erklären kann, muss wohl letztere unvollständig sein und nicht umgekehrt. Das zumindest verstehe ich unter einer logischen Schlussfolgerung.

Ich schließe mit einem kleinen Gedicht von Christian Morgenstern, das so treffend beschreibt, was ich nur umständlich formulieren kann.


Die unmögliche Tatsache

Palmström, etwas schon an Jahren,
wird an einer Straßenbeuge
und von einem Kraftfahrzeuge
überfahren.

"Wie war" (spricht er, sich erhebend
und entschlossen weiterlebend)"
möglich, wie dies Unglück, ja -:
dass es überhaupt geschah?

Ist die Staatskunst anzuklagen
in bezug auf Kraftfahrwagen?
Gab die Polizeivorschrift
hier dem Fahrer freie Trift?

Oder war vielmehr verboten,
hier Lebendige zu Toten
umzuwandeln, - kurz und schlicht:
Durfte hier der Kutscher nicht -?"

Eingehüllt in feuchte Tücher,
prüft er die Gesetzesbücher
und ist alsobald im klaren:
Wagen durften dort nicht fahren!

Und er kommt zu dem Ergebnis:
Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil, so schließt er messerscharf,
"nicht sein kann, was nicht sein darf."

Christian Morgenstern


12 Februar 2005

Am Anfang war das Wort

Ich frage mich selbst, warum ich gerade ein Bibelzitat für die Überschrift meines ersten Eintrags verwende. Wahrscheinlich spielt das Metaphysische in meinem Leben eine größere Rolle als ich normalerweise zugeben würde. Aber wahrscheinlich ist diese erste Assoziation doch einfach passend für ein Blog.

Was gibt es anfangs zu sagen. Ich bin selbst gespannt, wie (und wie lange) ich dieses Experiment führen werde und was es ändert. Ich werde mich hier auf ein paar Dinge konzentrieren, die in meinem Leben eine Rolle spielen. Allerdings werde ich nicht alles verraten und meine Identität nicht preisgeben.

Vieles wird sich um Softwareentwicklung drehen, aber ich hoffe, dass das lange nicht alles sein wird. Das zeigt sich auch schon im Titel "Dichtematrix".