Meine kleinen Aufzeichnungen

31 Oktober 2007

Schüßlersalze

Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler wurde 1821 in Oldenburg geboren. Sein Medizinstudium konnte Schüßler erst spät beginnen, da seine Familie kein Geld dafür hatte. Unterstützt von seinem Bruder begann Schüßler 1852 das Arztstudium. Er studierte in Paris, Berlin, Prag und Gießen. 1858 erwarb er die Zulassung zum Wundarzt und Geburtshelfer. Schüßler arbeitete als reiner Homöopath.

Die Fülle der homöpathischen mittel störte ihn jedoch und so suchte er nach einem einfachen Therapiesystem. 1874 erschien die erste Auflage der abkürzten Therapie. Die Biochemie nach Dr. Schüßler war geboren. Sein ganzes Leben widmete er den Schüßlersalzen. Er starb 1889 an den Folgen eines Schlaganfalls.

Zum Wesen der Krankheit
  • Das Wesen der Krankheit ist die krankhaft veränderte Zelle (Virchow).
  • Die kranke Zelle entsteht durch einen Verlust der anorganischen Mineralsalze (Moleschott)

Auf diesen beiden Grundsätzen aufbauend entwickelte Schüßler seine Therapie. Ziel der Therapie ist es, das Wesen der Krankheit (die Funktionsstörung der Zelle) zu behandeln.

Die 11 biochemischen Salze

Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12: "Verletzungs-, Entzündungs-, Fiebermittel"

Alle Entzündungen im Anfangsstadium - frische Wunden, Verletzungen, Quetschungen, Verstauchungen, Prellungen - Erkältungen im Anfangsstadium - Fieber bis 38,8°C - Schmerzen, die pochen und mit Hitze verbunden sind; Schmerzen, die durch Bewegung verschlimmert werden und durch Kälte besser werden - Schmerzen, die in der Nacht schlimmer werden - anfällig für Muskelkater - Heiserkeit durch Reden und Singen - schmerzhaft stark blutende Regel

Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 "Krampf- und Nervenmittel"

Krämpfe aller Art - Lähmungen - Schmerzen, die durch Wärme und Druck und Zusammenkrümmen gelindert werden, durch Kälte schlimmer werden - blitzartig auftretende, bohrende und schießende Schmerzen - Migräne, Regelmschmerzen, Schluckauf - Gesichtsmuskelzucken - schamhaftes Erröten - Klosgefühl im Hals - Schlafmittel - Verlangen nach Schokolade

Nr. 2 Calcium phosphoricum D6 "Knochen-, Blut-, Aufbaumittel"

Knochenkrankheiten (mit Calcium fluoratum) - Blutschwäche/Anämie - Regeneration nach schweren Krankheiten - allgemeine Schwäche, blasses Gesicht - Ausscheidung wie klares Eiweiß - Schmerzen und Krämpfe mit Kribbeln, Taubheit, Kältegefühl (Ursache oft Blutschwäche) - vermehrte Schweißbildung vor allem nachts  -anhaltende Krämpfe

Nr. 5 Kalium phosphoricum D6 "Nervenmittel"

Nervenschwäche ("es fehlt in den Nerven")

 

Literatur: