Meine kleinen Aufzeichnungen

27 November 2005

Der erste (Schnee)Mann in ihrem Leben

Meine kleine Tochter ist knapp drei Jahre alt. Demnach passiert vieles, was sie gerade erlebt, zum ersten Mal in ihrem Leben. Zumindest nimmt sie es das erste Mal bewusst wahr. Heuer hat es in unserer Gegend zur Abwechslung wieder einmal recht üppig geschneit. Also lag in unserem Hof vor dem Haus eine Menge Schnee. Wir nutzten die paar Stunden nach dem Mittagessen - solange die Sonne schien - zum Erkunden der kleinen, übersichtlichen Schneelandschaft. Als ich mit der Kleinen einen Schneemann baute, wurde mir bewusst, dass das Ihr erster Schneemann ist. Ich kann mich natürlich nicht erinnern, aus welcher Zeit mein erster Schneemann oder aus welcher Zeit der Begriff eines Schneemanns stammt. Zur selben Zeit wurde mir bewusst, wieviele Begriffe wir in den ersten Lebensjahren lernen. Ist das nicht ein unglaublicher geistiger Kraftakt, wie und in welcher Größenordnung wir Wörter und die Sprache selbst aufnehmen?

Es war ein großer Spaß, den Schneemann zu bauen und auch zu sehen, wie das Kind mit dem Schnee umging, als kannte es ihn schon seit jeher. Auch die Schlitten fahrt hat ihr gefallen. Letztes und vorletztes Jahr fuhr se schon damit, aber damals hat sie das wohl noch nicht richtig begriffen. Heuer aber lchte sie. Ich merkte, dass es sie freute.

Ich hoffe, noch viele derartige kleine Sternstunden mit meinen Kindern erleben zu dürfen. Ich wünsche allen Lesern eine besinnliche Adventszeit.


14 November 2005

Spielsachen meiner Kindheit und Jugend


Ich nehme das 25-jährige Jubiläum von "Rubic's Cube", auf Deutsch "Zauberwürfel", zum Anlass, um ungehemmt in meinen Kindheitserinnerungen zu schwelgen. Damals lernte ich die Lösung aus einem Buch und mein persönlicher Rekord lag bei 1 Minute und 20 Sekunden. Ich weiß nicht, ob ich den Würfel heute noch lösen könnte. Eine dumpfe Erinnerung sagt mir etwas von einer "Siebener Sequenz". Die wichtigsten Kombinationen könnte ich zwar nicht beschreiben, aber vermutlich gibt es noch die Direktverbindung zwischen Gehirnwindungen und Händen von damals.

Letzthin ist es mir auch gelungen, mein erstes Handheld-Computerspiel in Web wiederzufinden: Mattells Basketball II - ein Weihnachtsgeschenk (ich war wohl 11 oder zwölf Jahre alt). Unglaublich, dass mich das Spiel damals so gefesselt hat. Es war so schlicht (die Grafik bestand aus vielleicht einem Dutzend roter LEDs, der Sound aus ein paar Piepsern in verschiedenen Tonlagen), aber doch spannend.

Mein erster richtiger Computer war der Commodore VC-20. Er hieß wohl deshalb nicht VIC-20 wie in den USA, weil der Name aufgrund schlampiger Aussprache zu einem schlüpfrigen Begriff werden könnte. Der VC-20! In der Grundversion üppige 5 (fünf!) Kilobyte (KiloByte!) RAM, davon anderthalb KiByte für den Videospeicher reserviert. Unglaublich, dass es da das eine oder andere nette Spiel gab. Mein nächster Homecomputer war der Commodore 128, der zu 99,9% im C-64er-Modus lief. Was kann man zum C-64 noch viel sagen, was nicht gesagt wurde? Auf jeden Fall ein historischer Computer! Dann kamen schon die PCs: 286er Laptop von Highscreen (Vobis lässt grüßen!) mit 40-MB-Festplatte. Dann ein 486er, Pentium I, II, III, an die ich mich schon kaum mehr erinnere. Den glanzvollen Schlusspunkt bildet bisher ein Tablet-PC, der mir richtig ans Herz gewachsen ist.

Ich bin doch zu schnell vom Thema abgewichen. Ich wollte eigentlich von meinen Jugendspielsachen schreiben. Aber mit dem ersten Computer im Alter von 13 Jahren war wohl abzusehen, dass die Kindheit nie mehr das sein werden sollte, was sie vorher war.


09 November 2005

Die Lust am Sammeln und Sortieren

Vor einiger Zeit habe ich MediaMan entdeckt. MediaMan ist ein Programm für Windows, mit dem man Bücher, CDs, DVDs und mehr auf äußerst effiziente Weise organisieren kann. Früher musste man bei anderen Programmen oder vielleicht selbstgestrickten Datenbanken mühsam alle Informationen eintippen. Bei MediaMan genügt es, bei Büchern zum Beispiel den ISBN-Code einzugeben - der Rest wird via Amazon- oder Library-of-Congress-Webservice runtergeladen und offline gespeichert.

Das Phantastische dabei ist, dass auch Bilder runtergeladen werden. Man kann nun die eigene Sammlung ansehen. Die Grafik des Programms ist sehr professionell und es macht Spaß, neue Titel einzugeben und endlich den Überblick über die eigene Bibliothek und Mediensammlung zu haben. Es versteht sich von selbst, dass man in der Datenbank per Volltextsuche recherchieren kann. Bei Büchern werden auch die Benutzerkommentare von Amazon runtergeladen.

Für Jäger und Sammler wie mich also ein Geschenk des Himmels. Wer übrigens eine Online-Alternative sucht, kann LibraryThing (Delicious-ähnlich) verwenden (gratis bis 200 Einträge, dann kostenpflichtig).


05 November 2005

"Windows Defender" Teil von Windows Vista

Steve Dodson, Entwickler bei Microsoft, hat es heute in seinem Blog angekündigt: Windows Vista, der Nachfolger von Windows XP, wird ein eigenes Antispyware-Paket integriert haben. "Windows Defender" lautet der Name für das System.

Ob das neue System wohl auch Sonys digitales Rechtesystem für Audio-CDs, das in den letzten Tagen viel schlechte Presse hatte, als Spyware klassifizieren wird? ;-)